Punk, Electro, Funk, Hip Hop, Roots Reggae, Dub… kurz: MUSIK spielt im Leben von DJ Phoney die Titelmelodie.
Den Eintritt in das Musikbusiness macht er 1990 mit seinen Punkbands burning bibles und Think Again und später bei Man Ray.
Aktuell arbeitet er an Electro/Discopunk-Produktionen und Live Gigs mit twila.too unter dem Alias ERNEST DRAKE.
Wie auch sein Pseudonym DJ Phoney unverkennbar macht, war und ist er ebenfalls seit 2001 erfolgreich als Dj von Funk bis Punk mit an die 400 Dj-Sets unterwegs.
Neben Musik produzieren und auflegen verfolgt er kontinuierlich journalistische Tätigkeiten rund um den Sound. Erstmals 1991 als Herausgeber und Autor des Hardcore/Punk Fanzine New Direction,
darauf publizierte er 8 Jahre lang das Redskin-Fanzine Rude & Red und 2004 als Herausgeber, Chef-Redakteur und Autor das MAGAZIN (für Köln und den Rest der Welt).
Seit 2008 ist er Besitzer des Drake Records Plattenladen in Köln, welcher ab Mai 2010 auch ein Label vorzuweisen hat. Zeitgleich startete Phoney zusammen mit kleinski die Radioshow dead wax markings
hier auf soulsender.de.
Die Symbiose aus Text & Ton ergibt ab jetzt jeden Donnerstag, die exklusive soulsender.de-Blog-Serie:
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The Soundtrack Of My Life
DJ Phoney
Der Sinn hinter dieser Ansammlung von einzelnen Songs ist es, Momente einzufangen und zu beschreiben, was verschiedene Tracks in bestimmten meiner Lebensphasen bedeutet haben. Dabei gehe ich mal mehr auf die Musik und mal mehr auf das Drumherum und mein Leben ein. Mal mag es wichtiger, mal völlig nebensächlich sein – das liegt bekanntlich eh im Auge des jeweiligen Betrachters.
Bruce Springsteen „Downbound Train“ (1984)
Auch wenn ich später lernte, genau dieses Album von Springsteen („Born In The USA“) weniger zu mögen, aufgrund des kurzen Karriere/Rockstar-Gehabes seitens Springsteens und wg des akzeptierten Patriotismus-Mißverständnisses im Album-Titel, war es bei Erscheinen wichtig für mich.
Ich hab’ nicht mehr dieselbe Pressung – denn ich spielte die LP wirklich rauf und runter (oder vielmehr durch) damals.
Ich erinnere mich, als ich die LP Weihnachten 1984 geschenkt bekam und im Zimmer des Eifeler Wochenendhauses, das wir damals hatten, auf einem Party-Plattenspieler lauschte. Viermal hintereinander. Textblatt in der Hand und die Platte auf alles hin durchsuchend, was relevant sein könnte. Die Credits konnte ich wahrscheinlich auswendig.
Jedenfalls war es nicht eines der größten Missverständnisse der Rockgeschichte – in Form des Titeltracks – und auch nicht muntere Rocksongs wie „Glory Days“ oder „Working On The Highway“, auch nicht der andere Hit „Dancing In The Dark“, der mich am Meisten fasziniert hätte, sondern „Downbound Train“.
Die Lyrics handeln von einem Typen, bei dem Einiges nicht allzu gut lief. Ehe zu Bruch und Frau weg gegangen, Job verloren, jetzt Arbeiten in der Autowaschanlage („where all it ever does is rain“) und irgendwie fährt man halt auf einem Zug nach Unten.
Eines nachts hört er seine Frau sagen, ihre Liebe zu ihm wäre noch immer nicht gestorben (ob das ein Traum ist oder ein tatsächlicher Anruf, erfährt man nicht). Also springt er in seine Klamotten und rennt zu dem Haus, in dem sie ihre Hochzeitsnacht verbracht haben, stürzt in’s Schlafzimmer… welches leer ist, sinkt zu Boden und beginnt zu weinen.
Und genau da schnürt sich bis heute noch immer meine eigene Kehle zu.
Sowas zu singen und dabei keinen Kitsch zu verzapfen, ist zweifelsohne ein Zeichen von Format.
Und wie ein „rider on a downbound train“ fühlt sich früher oder später jeder mal – auch wenn’s im besten Fall wieder vorbei geht.
Definitiv kein Song für eine Party – außer es hängen Bilder von sinkenden Schiffen an den Wänden und jemand verkauft per Bauchladen Stricke. ;)
Phoney mag sowas.





